guguelplus

gestern besuchte ich nach langer zeit mal wieder den mann mit den magischen händen, der aus meinem „was soll ich nur mit meinen haaren machen“-look immer wieder was ganz passables zaubert. und wenn man sich dann – so wie ich gestern – das rundum-sorglos-paket mit kopfmassage inklusive direkter satellitenverbindung (bei so viel alufolie auf dem kopf kann man durchaus mit den marsmännchen zarte bande knüpfen) gönnt, hat man auch zeit,  den verpassten klatsch der letzten wochen und monate aufzuholen und sich die neuesten mode“trends“ von gucci und co reinzuziehen. vor allem, wenn man so wie ich zur spezies des „nicht reden wollen“ während man so selten dämlich aussieht mit alufolie und klammern und allem möglichem schnickschnack auf dem kopf gehört.

und dann „liest“ man also die ersten 40 seiten der vogue, oder besser, schaut sich die wunderbar retuschierten fotos von menschen in hässlichen und überteuerten klamotten an, text wird ja sowieso völlig überbewertet. nach 40 seiten dann erstmal das inhaltsverzeichnis. sehr schön. mich erwarten spannende geschichten aus dem leben von claudia schiffer („meine kinder sehen mich nur als mami, nicht als supermodel“), 200 seiten fotostrecke und die looks der stars zum nachstylen. da freut man sich doch, dass man drei stunden hat, um sich diesen schwachsinn reinzuziehen.

also dann doch lieber eine andere zeitschrift. ah, ja, die ist ja auf französisch. kann ich nicht. blöd. die letzte sollte mich nun aber wirklich retten. und das tat sie dann auch. weniger ob der qualität der texte (ähnlich nicht vorhanden wie in der vogue) als des verwendeten vokabulars. da war zb ein text über die internetabhängigkeit von vielen jugendlichen die ihre zeit bei fasebok und guguelplus verbringen. hat ein weilchen gebraucht, bis ich gecheckt habe, dass von facebook und google+ die rede war. die „cedé“ fand ich auch eine ganz nette transkription (CD). und da die marsmännchen grad eine gesprächspause eingelegt hatten, machte ich mir ein paar gedanken zum thema spanier und englisch, bzw. die transkription englischer wörter, das kastellanisieren und die aussprache von englischen wörtern.

generell neigen die spanier ja dazu, alles einzuspanischen. so wird aus aus spiderman „el hombre araña“ (der spinnenmann) und prince william wird zu „príncipe guillermo“ (da wusste ich lange nicht, von wem die rede ist). andere wörter wiederum wie football werden in ihrer schreibweise assimiliert und „fútbol“  entsteht (das wort wurde anfangs wie im englischen geschrieben, aber spanisch ausgesprochen und so entstand dann das spanische wort). ein hippie würde auf spanisch als „ipi“ ausgesprochen werden, deshalb die schreibweise „jipi“, damit das englische h gesprochen wird. und begriffe aus der informatik werden sowieso kastellanisiert.

für die meisten lacher sorgt aber die aussprache von termini, die noch keine eigene spanische transkription haben und einfach so ausgesprochen werden, wie sie dastehen:

spiderman – „espidermann“
cutter – „cuter“
google – „guguel“
shakespeare – „sakespeare“
facebook – „fasebok“
neutrogena – „ne-utrójena“ (e und u werden getrennt ausgesprochen)

mehr beispiele fallen mir momentan nicht ein (wie immer, wenn man beispiele für eine theorie braucht). auf jeden fall kann man sich als halbwegs-englisch-versteher ganz gut von einem spanier unterhalten lassen, der mit anglizismen in spanischer aussprache nur so um sich wirft.

ach, wie ich das vermissen werde.

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