sommer. sonne. sonnenschein – jeden

in der heimlichen polnischen hauptstadt, da ist es wirklich schoen. bardzo ładne, wie die polen sagen wuerden – sehr schoen. trotz nasskaltem wetter am ersten tag und trueber sicht (das keonnte allerdings auch an meinen zugeschwollenen augen gelegen haben, juchu, der heuschnupfen hat mich wieder) habe ich mich sofort in die stadt an der weichsel verliebt.

nach einer an und fuer sich ereignislosen zugfahrt (wer wuerde fuenf kichernde goeren, die musik aus plueschlautsprechern in tigeroptik hoeren und lautstark mitgroelen als ereignisreich bezeichnen) und einem kurzen stop in meinem gemuetlichen hostel ging die hardcore-version der stadtbesichtigung krakau in die erste runde. allgemeiner treffpunkt fuer krakauer und touristen der marktplatz, auf polnisch rynek główny. der haelt auch irgendeinen rekord fuer den groessten marktplatz der welt oder so. keine ahnung, nicht so wichtig. aber maechtig gross (aber wir wissen ja, die groesse ist nicht immer entscheidend, sorry aber der musste jetzt sein). von so viel groesse beeindruckt liess ich mich einfach ueber den marktplatz treiben, kaufte ein paar postkarten und lauschte dann zur vollen stunde dem trompetensignal hejnał, das von der marienkirche am marktplatz in alle himmelsrichtungen gespielt wird.es bricht mitten im spiel ab und soll an den angriff der tartaren im 13. jahrhundert erinnern, bei dem der damalige trompeter von einem pfeil getoetet wurde. das ganze spekakel ruft bei den touristen (wie nicht anders zu erwarten vor allem deutscher und japanischer herkunft) ein grosses wir-verrenken-mal-den-kopf-in-richtung-himmel hervor, tolles schauspiel. nachdem ich das trompetensignal dann aber oft genug gehoert hatte (so elf mal) und es langsam zu regnen anfing (und die postkarten ihren weg in den briefkasten gefunden hatten) machte ich mich auf den weg zum wawel.

auf dem maechtigen wawelhuegel (oder besser -chen mit stolzen 228m ueber dem meeresspiegel) thront die ehemalige residenz der polnischen koenige ueber der stadt und der weichsel. anscheinend hat hier mal ein drache gewohnt, den der tolle ritter krak besiegt hat um dann anschliessend in der gegend eine richtig fette burg und eine stadt zu bauen. die – unschwer zu erraten – krakau genannt wurde. so, die geschichtsstunde wird dann hiermit auch beendet. denn trotz eifriger suche nach dem boesen drachen und seinen ueberresten, die mich bis in die drachenhoehlen fuehren sollten, wo es ganz schoen dunkel war, konnte ich ausser ein paar plueschigen gruenen stofftieren keinerlei drachen finden. und der drache aus bronze, der vor den drachenhoehlen steht und alle drei minuten feuer spuckt, war auch nicht so sonderlich gefaehrlich, dass man ihn haette besiegen muessen. drache also unauffindbar. gefunden habe ich dafuer aber  johannes paul den zweiten. naja, eine statue von ihm. eine von so schaetzungsweise vier statuen des vorigen papstes, denen ich in krakau begegnet bin. und ich glaube, ich habe auch dem verstorbenen praesidenten von polen die letzte ehre erwiesen. ich bin mir nicht so sicher wo genau ich ueberall war. ich bin einfach nur den menschen gefolgt. auch, als es in die gruft ging. ich gehe mal davon aus, dass der maechtige sarg (nennt man das so bei der groesse?!) die letzte ruhestaette von lech kaczyn sk war. und offensichtlich denken die polen, dass man dieses sarg beruehren muss, aus welchen gruenden auch immer. sonst gibt es auf dem wawel noch eine kathedrale, einen beschaulichen innenhof und vor allem eine wunderbare aussicht auf die weichsel und die umgebung krakaus zu sehen. der aufstieg (fuer hardcore alpinisten wie mich spaziergang) hat sich auf jeden fall gelohnt. aber das naechste mal nehme ich dann vielleicht doch besser einen regenschirm mit. war naemlich klatschnass. entlang der weichsel ging es dann zurueck ins hostel. von einer sehenswerten seite zeigte sich dann auch die weichsel. aufgrund der grossen wassermassen fliesst die naemlich nun auch auf den fuer fahrradfahrer und fussgaenger vorgesehenen weg. da hat wohl jemand die kurve nicht mehr gekriegt.

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